Warum ist Scrum nicht erfolgreich?

Scrum ist nun fast in allen Bereichen des Lebens angekommen wo IT Teams im Spiel sind. Wo passieren die meisten Fehler und warum gelingt die Umsetzung des Scrum Frameworks in vielen Teams nur schleppend? Scheitert Scrum an der Umsetzung und ist deshalb nicht erfolgreich? In diesem Blog findest du die Antworten dazu.

Das Scrum Framework als Champions League und das Scrum Team als Fussballmannschaft? – Eine kleine Analogie als Erklärung für nachhaltigen Erfolg.

Scrum Team als Fussballmanschaft

Vielen Teams wird der Ball vor die Füsse geworfen und dann sagt eine freundliche Stimme: „Ab heute spielen wir Fussball!“. Ganz egal in welcher „Ballsportart“ das Team in der Vergangenheit erfolgreich war, die neue Sportart heisst ab jetzt Fussball – oder dann zurück in der Realität: „Ab heute machen wir Scrum in unseren Teams!“.

Folgende Dinge müssen von der Organisation aber im Vorfeld geklärt werden:

  • Welche Rahmenbedingungen sind dem Team geboten?
  • Welche Sportart spielen wir?
  • Was sind unsere Ziele als Mannschaft?
  • Welche Interessen verfolgt das Management des Teams?

Ähnliche Fragen gibt es auch bei einem Team, das zusammen ein Produkt oder eine Dienstleistung entwickeln möchte. Gehen wir diese Schritt für Schritt durch.

Rahmenbedingungen für die erfolgreiche Verwendung des Scrum Frameworks – Match oder No-Match?

Scrum Framework - Match oder No-Match?

  • Wenn Teams Produkte mit dem Scrum Framework entwickeln, sollten zuerst die Rahmenbedingungen geklärt werden:
    Wie viele Menschen arbeiten im Team?
  • Ist das Produkt, oder die Dienstleistung komplex, kompliziert oder eher checklistenartig?
  • Ist es möglich kurze Iterationen (Sprints) zu planen, die am Ende jeweils dem Kunden einen Mehrwert liefern?

Ich könnte jetzt gross ausholen, fasse hier aber kurz die Fakten zusammen:

  • Ideale Teamgrösse für ein Scrum Team: Mehr als 5 und weniger als 9 Leute
  • Ideale Produkt- oder Dienstleistungsentwicklung mit Scrum: Komplexe Produkte oder Dienstleistungen
  • Mehrwert in Iterationen liefern: Es ist möglich das Produkt in kleinen Teilen aufbauend zu entwickeln und damit funktionierende Teile des Produktes auszuliefern.

Wann passt Scrum als Framework meistens nicht – Wann bleibt der Erfolg aus?

Scrum Framework ohne Potential?

Hierzu gibt es ein paar Indikatoren, die in der Praxis meist ignoriert werden, weshalb dann Scrum als Framework weder funktioniert, noch sein volles Potenzial entfalten kann.

In welchen Bereichen versuchen Organisationen Scrum anzuwenden und es funktioniert nicht? Z.B. in diesen Bereichen:

  • Erledigen von täglichen Aufgaben, die auf Tagesbasis ändern oder angepasst werden.
  • Produkte, oder Dienstleistungen, die nur als Ganzes am Ende der Entwicklung funktionieren:
  • Medizinalgeräte
  • Maschinen
  • Dienstleistungen, die geltende Gesetze erfüllen müssen
  • Repetitive Aufgaben, wie Updates oder Patches, die immer gleich, aber einmal in grün und dann mal in rot geliefert werden.

Was sind die Ziele eines Teams, das mit Scrum arbeiten möchte? – Einfach mal erfolgreich sein und Mehrwert liefern!

Erfolgreich sein als Team!

Als Team möchte man effizient und schnell ein Produkt liefern, dass die Kunden entzückt und ihnen einen Mehrwert liefert. Dies möchte man in möglichst kleinen und wertvollen Happen erledigen und sich dabei die Arbeit nicht diktieren lassen, sondern als Experten darüber entscheiden.

Tönt einfach, oder? Genau dies wäre die Absicht des Scrum Frameworks.

Im Sprint Planning gibt das Team einen Forecast, was mit der aktuellen Kapazität möglich ist zu liefern und formuliert daraus mit dem Product Owner ein Sprintziel. Am Sprintziel ausgerichtet verteilt das Scrum Team die entsprechenden Aufgaben für den kommenden Sprint. So viel zur Theorie.

In der „pseudoagilen Realität“ werden Inhalte mit dem Management abgestimmt und in die Sprints aufgeteilt. Die meisten Aufgaben werden nicht in der dafür vorgesehenen Zeit erledigt, stauen sich dann und am Ende ist weder das Team, noch das Management glücklich.

Den meisten Organisationen fällt es schwer einfach den Scrum Teams zu vertrauen und nur grobe Vorgaben auf einer Roadmap zu machen. Releases sind Termingebunden, obwohl niemand darauf wartet. Statt Qualität wird lieber schnell geliefert und der Termin nicht eingehalten.

Am Ende passt dann vielfach das Produkt nicht oder ist wegen der Zeitvorgabe zu spät. Spätestens hier gönnt sich dann der eine oder andere mal einen Kommentar wie „Hätten wir alles durchgeplant und spezifiziert, wäre uns dies nie passiert…“.

Deshalb werden grosse Frameworks mit Schritt für Schritt Anleitungen immer beliebter. Wie z.B. das Scaled Agile Framework oder kurz SAFe.

Ist nun das Management der „Endgegner“ des Scrum Teams? – Scrum Teams erfolgreich gegen den Rest der Welt!

Endgegner Management?

In vielen Teams müssen Resultate planbar geliefert werden. Dass man nicht jedem Team mal einfach zwei Jahre für den Relaunch eines Produktes gönnt, ist klar. Weshalb kann man aber nicht etwas mehr vertrauen, anstatt in den Projektgremien zu versuchen die Inhalte der Sprints zu hinterfragen? Auf diese Frage habe ich leider keine Antwort.

Fazit? – Was macht Scrum denn erfolgreich?

Scrum wird vielfach nach Vorschrift gemacht und ohne darüber nachzudenken. Erfolgreich ist es aber nur in den Teams und dem Umfeld, wo es als Framework auch richtig eingebettet ist.

Viele unterscheiden hier das Doing gegenüber dem Being Agile. Teams werden eben leider nicht durch das Ausführen von Frameworks erfolgreich sondern durch Dinge wie:

  • Vertrauen und die nötige Freiheit bei der Arbeit
  • Stetige Verbesserung und Optimierung
  • Zusammenhalt

Wenn Scrum als Framework in deinem Team scheinbar nicht passt, dann müssen wir reden!

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